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Das Ehegelübde

Das-Ehegeluebde
© Sandra Schmitz / Pixelio

Die richtigen Worte zu finden ist manchmal gar nicht so einfach – das fängt schon beim Kennenlernen an und wird bei jedem neuen Streit und darauf folgender Versöhnung zu einer neuen Herausforderung. Gelegentlich ist der Mund schneller als der Kopf und es passiert, das man Dinge sagt, die eigentlich ganz anders gemeint waren. Doch wer es geschafft hat einen Hochzeitsantrag so gut zu formulieren, dass zur Antwort ein beherzten Ja kam, der kann sich auch an ein eigens vorgetragenes Ehegelübde wagen.

Klassisch oder innovativ?

Aus Film und Theater kennt man die berühmtesten Liebesschwüre, die bereits Tausende zu Tränen gerührt haben – warum also nicht ein wenig Inspiration suchen und Bewährtes wieder verwenden? Ganz einfach: eben weil es jeder kennt und der persönliche Bezug viel mehr im Vordergrund stehen sollte, als ein vorgetragenes Zitat fremder Poeten es jemals schaffen würde. Durchaus können diese Anregungen in das Ehegelübde einfließen, sollten aber mit den eigenen Worten formuliert werden, selbst wenn diese weniger blumig ausgeschmückt sind. Dafür sind sie authentischer und die wahre Liebe kennt ihre Ecken und Kanten und verzeiht kleine Patzer mit viel Geduld. Abgekupferte Filmsequenzen wie aus „Harry und Sally“ dagegen wirken eher einfallslos und vermeintlich unbeherzt.

Im Rahmen der Hochzeitsfeier werden alle Augen - und Ohren – auf das Paar gerichtet sein und insgeheim erhoffen sich alle diese eine Szene voller Romantik und unvergesslicher Aufrichtigkeit. Mit etwas Glück filmt der übereifrige Onkel das Geschehen und noch Jahre später wird der Film Kindern und Freunden vorgeführt. Das Vortragen eines Ehegelübdes wird also unweigerlich zum eigenen Zitat und sollte daher mit Sorgfalt vorbereitet werden.

Im Rahmen der Hochzeitsfeier werden alle Augen - und Ohren – auf das Paar gerichtet sein und insgeheim erhoffen sich alle diese eine Szene voller Romantik und unvergesslicher Aufrichtigkeit. Mit etwas Glück filmt der übereifrige Onkel das Geschehen und noch Jahre später wird der Film Kindern und Freunden vorgeführt. Das Vortragen eines Ehegelübdes wird also unweigerlich zum eigenen Zitat und sollte daher mit Sorgfalt vorbereitet werden.

Ob man sich dabei auf klassische Formulierungen voller Lyrik und Emotionen verlässt oder lieber zu innovativen Stilen greift, sollte eine sehr persönliche Entscheidung sein und in jedem Falle den Ton der Beziehung widerspiegeln. Es ist ein Geständnis, ein Versprechen und eine sehr intime Darstellung der Liebschaft. In diesem Zusammenhang zählt allein der Gegenüber und alles andere drumherum wird ausgeblendet. Wer gern und viel mit seinem Partner lacht, könnte also zum Beispiel eine Pointe lustiger Erlebnisse einbauen, nur peinlich darf es nicht werden.

Wenn der offene Umgang mit Gefühlen schwer fällt...

Wenn sich beide Partner entschließen, ein Ehegelübde zu verfassen und zur Trauung vorzutragen, entspricht das auch ihrem gemeinsamen Wunsch. Sollte einer von ihnen zögern oder ihm ist eine derartige Offenheit vor anderen unangenehm, ist es mitunter ratsamer auf die Szene zu verzichten. Das Ehegelübde ist kein Beweis für die Liebe und auch kein Muss zur Hochzeit, allerdings gibt es nur diesen einen Moment, der die Verbindung zweier Menschen so feierlich bekundet. So eine Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage... Mit etwas Überwindung kann sicherlich jeder ein paar Sätze zusammentragen, die ihm wichtig und ehrlich erscheinen. Zur Unterstützung können auch die Trauzeugen zu Rate gezogen werden, die vielleicht die ein oder andere Perspektive auf die Beziehung haben, die einen noch selbst überrascht.

Zur Vorbereitung sollte man sich in aller Ruhe zurückziehen, sich die Zeit nehmen, die man braucht und ganz bewusst an die Gefühle denken, die man für den anderen empfindet. Sich selbst zu fragen bietet die einfachste Möglichkeit die richtigen Worte in der Antwort zu finden: Wie haben wir uns kennen gelernt? Was haben wir seit dem alles gemeinsam erlebt? Wie hat es uns verändert? Wo wollen wir am Ende stehen? Ein eigenes Ehegelübde zu verfassen, ist die perfekte Möglichkeit sich über die Liebe klar zu werden. Die letzten Jahre einmal an sich vorbei rauschen zu lassen, um dann der Zukunft voller Erwartungen entgegen zu sehen. Es ist gar nicht notwendig Satzfragmente mit Emotionen voll zu beladen. Die Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse weckt diese ohnehin. So fällt es vielen leichter mit der Intimität der Worte umzugehen, indem man sich auf besondere Momente konzentriert anstatt krampfhaft einen Ausdruck zu finden, um den Begriff Liebe zu umschreiben.

So gelingt das Gelübde

Erinnern wir uns einmal an die Schulzeit und die vielen Vorträge – im Prinzip ist es jetzt nicht anders. Einleitung – Handlung – Höhepunkt – Fazit. So in etwa könnte die Struktur eines selbst verfassten Schwurs aussehen. Beginnend mit ein paar liebevollen Details, zum Beispiel wie man sich kennen gelernt hat, im Folgenden die Bedeutung der Beziehung, wie gemeinsame Hürden, die man überwunden hat und dann das eigentliche Versprechen: für einander da sein, sich gegenseitig unterstützen und jeden Tag davon in Ehren halten. Als Fazit wird gern der berüchtigte Spruch „...bis das der Tod uns scheidet“ verwendet, doch manche Philosophien greifen auch darüber hinaus und gehen „...bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“ oder „...in diesem wie in allen weiteren Leben.“

In etwa sollten die Reden jeweils zwei bis drei Minuten lang sein, mehr braucht es gar nicht. Bei kirchlichen Trauungen werden die Inhalte sogar größtenteils vorgegeben und sollten bei abweichenden Texte vorher mit dem Pfarrer besprochen werden. Die strengen Richtlinien aus Bibel und Co. begleiten seit Jahrhunderten das Ehegelübde, wenn auch relativ nachlässig wenn es um Individualität geht. Genauso kann man sich vorgefertigte Exemplare aus dem Internet zusammen suchen – eben wie in der Schule.

Alternativ sind Zitate sehr beliebt, auf denen das Gelübde dann aufbaut. Diese können von gemeinsamen Vorbildern sein, romantischen Helden oder aus Literatur, Filmen und Songs stammen. Effektvoll wird es, wenn das Paar im Dialog vorträgt und abwechselnd Teile vorliest. Dabei sollten die Texte natürlich vorher abgestimmt sein und den gleichen Stil beherrschen. Wenn die beiden Gelübde einen komplett unterschiedlichen Ton anschlagen, der eine zum Beispiel sehr humorvoll, der andere melancholisch, weckt das den Eindruck von Disharmonie in der Beziehung. Kein gutes Zeichen zur Hochzeit. Die gegenseitigen Schwingungen im Vorfeld bereits einmal zu proben ist also durchaus empfehlenswert, obgleich manche Paare lieber auf den Überraschungseffekt setzen. Eine gute Vorbereitung lässt den Text allerdings auch flüssiger wirken und in der Aufregung fällt es vielen leichter, das Gelübde schon in- und auswendig zu kennen, um beim Vorlesen nicht ins Stocken zu geraten. Und wer dann beim Reden einen Blick nach vorn riskieren kann, wird für jedes Wort belohnt.