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Diamant Ratgeber

Diamenten-Ratgeber
© F.H.M. / Pixelio

Das Funkeln eines Diamanten fasziniert uns seit jeher - diese Ausdrucksstärke, diese Eleganz, aber auch die Vorstellung von Einzigartigkeit und dem Zusammenwirken von Naturgewalten, die nötig waren, um ein derart unbezwingbare Härte und Reinheit zu formen. Dabei ist nicht jeder Diamant gleich rein - mit bloßem Auge lassen sich die Unterschiede zwischen den Steinen kaum erkennen, meistens werden sie erst am Preisschild deutlich. Doch woran orientieren sich die Preisklassen? Und was macht einen lupenreinen Diamanten überhaupt aus?

Die 4 C's - Carat

Mit dem Begriff Karat glauben viele bereits einen Schmuckstein definieren zu können, doch das ist erst der Anfang. Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat angegeben, wobei 1 Karat einem Gewicht von 0,2 Gramm entspricht. Umso schwerer der Stein, desto größer ist er logischerweise auch. Trotz der exakten Bemessungen finden sich im Handel häufig bestimmte Kategorien, die es einfacher machen, die Fassungen anzupassen. Die kleinste übliche Größe ist 0,01 ct (0,002 Gramm), danach folgen schrittweise erst 0,05 ct dann 0,25 ct – auch Viertelkaräter genannt – und 0,3 ct, die Drittelkaräter. Die großen Klunker sind demnach die Halb-, Ein- und sogar Zweikaräter. Da die Einheit im Englischen Carat geschrieben wird, lassen sich durch die weiteren Kriterien die 4 C's erklären, die den Wert eines Diamanten bestimmen.

Die 4 C's - Clarity

Neben Größe bzw. Gewicht spielt auch die Reinheit – Clarity genannt – eine entscheidende Rolle. Sie bezeichnet die erkennbaren Einschlüsse unter bis zu 10facher Vergrößerung am Mikroskop. Als Laie lassen sich die minimalen Störungen mit bloßem Auge nicht erkennen, doch je weniger davon im Diamanten eingeschlossen sind, desto teuer ist er. Das liegt hauptsächlich an der Seltenheit reiner Exemplare, denn immerhin handelt es sich um ein Naturprodukt, das der Willkür jahrtausendelanger Bearbeitung ausgesetzt war. Wer beim Juwelier oder im Online-Shop auf Bezeichnungen wie „if“, „si1“ oder „pi1“ stößt, hat eine anerkannte Klassifizierung vor sich, der eine international gültige Rangfolge zugrunde liegt. In dieser sind die Grade der Störungen genau beschrieben und unterteilt. Unterscheiden wird dabei zwischen Einschlüssen im Material und Kratzern an der Oberfläche. Auch Frakturen innerhalb des Steins werden geprüft. Im Fachjargon Federn genannt, können sie die Struktur beeinflussen und im Extremfall zum Bruch führen. Das kommt wenn überhaupt aber nur bei Pique Diamanten vor. Entfernt werden können diese Mängel nicht, daher wird der Schmuckstein je nach Einstufung gemäß der Rangliste mehr oder weniger kostspielig.

Die 4 C's - Color

Theoretisch sind Diamanten farblos. Doch auf Grund diverser Einlagerungen im Stein kommt es mitunter zu optischen Verfärbungen. Die Farbe, auch Color, steht daher im direkten Zusammenhang mit der Reinheit. Ausnahme bilden braune und gelbe Farbnuancen, die einen natürlichen Ursprung haben. Indem chemische Metalle eingepresst werden, verändert sich die physikalische Beschaffenheit und es entstehen Farbeffekte in der Struktur. In äußert seltenen Fällen finden sich in der Natur sogar pink, rot, blau, grün oder schwarz gefärbte Diamanten. Dennoch gelten klare Diamanten als besonders edel und wertvoll. Auch hier gibt es eine wissenschaftlich anerkannte Klassifizierung der typischsten Färbungen von Gelb (laut GIA mit Z gekennzeichnet) bis zum hochfeinen Weiß (auch River genannt und mit D gekennzeichnet). D ist die höchste Stufe, zu 100% farblos, extrem selten und damit auch sehr teuer. Eine weitere Eigenschaft, die auf die Farberscheinung wirkt, ist die Fluoreszenz. Den Effekt kennt man, wenn man mit weißen Shirts ins UV-Licht einer Disko tritt – sie leuchten regelrecht. Das Gleiche passiert mit vielen Diamanten. In den niedrigen Kategorien kann das ein Vorteil sein, dadurch wirken gelbliche Steine heller und weißer. Doch den Top-Klassen hängt eine solche Eigenschaft eher negativ an, da diese dann eher milchig und trübe wirken statt lupenrein klar.

Die 4 C's - Cut

Zu guter Letzt gehört der Schliff, Cut genannt, zu den 4 C's. Als einziges Kriterium, das nicht natürlich bedingt ist, kann der Gemmologe hier bewusst Einfluss auf die Wertigkeit des Diamanten nehmen. Ein Handwerk, das schon seit dem 20 Jahrhundert immer mehr an Perfektion gewinnt. Der bekannteste und auch meist verwendete Schliff ist der Brillantschliff mit mindestens 57 Facetten. Erst durch diese Feinarbeit bekommt der Stein seine Ausstrahlung und funkelt lebhaft im Licht. Stumpfe, beinah glanzlose Schmucksteine wurden folglich nur wenig bearbeitet. Da das Verfahren wegen der erheblichen Härte des Materials sehr aufwendig ist und ein hohes Maß Anspruch an die Fachkompetenzen stellt, sind präzise geschliffene Diamanten dementsprechend teurer, sprühen dafür aber wie Funken. Für die Schliffe und Formen gibt es zudem noch die anmutigsten Namen: Navette, Princess, Baguette und Tropfen sind einige Beispiele davon.

Kaufberatung

Man merke sich also: je schwerer, reiner, klarer und feiner geschliffen der Diamant, desto wertvoller, sprich teurer ist er. Kleine, leicht gelbliche und stumpfe Steine bilden die unterste Preiskategorie und sind wohl kaum erstrebenswert. Aber – bei all dem professionellen Know-How sollte man nicht vergessen, dass die meisten Unreinheiten ohne Lupe eh kaum erkennbar sind, erst recht wenn der Diamant winzig klein ist. Prinzipiell ist es zwar sinnvoll sich bei der Auswahl vom Fachmann beraten zu lassen, doch wer sich vorher mit diesen Hinweisen wappnet, verschafft sich einen guten Überblick über die Möglichkeiten und kann sich vorab auf Ringe konzentrieren, die im Budget liegen und zugleich den eigenen Prioritäten entsprechen.

Wer sich nicht auf konsumorientierte Verkäufer verlassen will oder anonym im Online-Shop auf die Suche geht, kann sich daher idealerweise an den jeweiligen Zertifikaten orientieren. Diese werden bei teureren Exemplaren in der Regel zur Verfügung gestellt oder können explizit angefragt werden. Zuständig dafür sind gemmologische Institute wie zum Beispiel das GIA (Gemological Institute of America). Dort werden die einzelnen Steine genau geprüft und klassifiziert. Die Angaben definieren Karat, Reinheit, Farbe und Schliff, legen aber keinen Preis fest. Die Zertifikate dienen lediglich zur Orientierung und Beglaubigung. Damit liest sich der Diamant wie eine Produktbeschreibung, und wer sich dann noch immer unschlüssig ist, dem sei geraten direkt zum Juwelier zu gehen und sich einfach vor Ort vom Funkeln der Diamanten bezaubern zu lassen, bis der Eine besonders hervor strahlt. Kleiner Tipp: Es kommt nicht immer auf die Größe an. Tatsächlich soll es Frauen geben, denen gefällt viel mehr die Raffinesse des Designs als ein einzelner, riesiger Klunker, der gar nicht zu ihren zarten Händen passt. Der Diamant sollte daher dem Stil der Auserwählten entsprechen – eine Herausforderung, bei der kein Zertifikat helfen kann, sondern nur die Liebe und Aufmerksamkeit für die Partnerin.