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Unvergessliche Heiratsanträge

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© Joachim H. Böttcher / pixelio.de

Ein Verlobungsring im Sektglas, der klassische Kniefall, die Überraschungsparty – wir kennen sie alle. Diese typischen Heiratsanträge, die in unzähligen Filmszenen schon thematisiert wurden und irgendwann durch verschwenderische Benutzung ihren Zauber verloren haben. Heutzutage werden derart traditionelle Vorgehensweisen eher als unpersönlich und altbacken gesehen. Die moderne Generation aber liebt ihre Individualität und schätzt kreative Einfälle. Normal war gestern. Wie also fragt man seine Liebste die alles entscheidende Frage auf originelle Art? Was macht den Antrag noch einzigartig? Und gibt es Tabus?

Romantik oder Action?

Romantisch darf es eigentlich immer sein, denn schließlich steht hinter der großen Frage eine tiefe und sinnliche Liebe, die zum Ausdruck gebracht werden soll. Für solche Hochzeitsanträge wird meist ein ruhiges Umfeld gewählt, wie beim Candle Light Dinner oder dem Ausflug zu zweit an den sonnengewärmten Strand oder vor den prasselnden Kamin in der Skihütte. Am Besten wählt man einen Ort, mit dem man bereits ein gemeinsames Erlebnis verbindet. Vielleicht genau da, wo das erste Date stattfand, der große Urlaub oder wo man schon immer zusammen hin wollte. Wichtig dabei ist eine relativ private Atmosphäre, ohne dass Unbeteiligte dazwischen funken können. Wer seine Partnerin gut kennt, weiß welche Vorlieben sie hat und ob sie sich eher als die verwunschene Prinzessin sieht oder die glamouröse Drama-Queen. Denn dann darf es auch gerne etwas pompöser ausfallen, bei Feuerwerk, Riesenrad und Co. Für den kleinen Geldbeutel lässt sich auch zu Hause wunderschön romantische Stimmung verbreiten, mit Rosen auf dem Bett, einem heißen Schaumbad und zu sanfter Musik. Wem jedoch Sternenhimmel und Restaurantketten zu unspektakulär sind, der sollte sich auf ein Abenteuer der besonderen Art vorbereiten. Immer attraktiver wird der Fun- & Action-Antrag, bei dem so mancher Nervenkitzel auf dem Programm steht. Angefangen beim noch eher gemütlichen Heißluftballon bis hin zur Unterwasserwelt bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, um kreativ zu werden. So wurde aus Mitgift und Aussteuer das umständliche „den Hof machen“ und nun behaupten sich Frauen in Karrieren, revolutionieren die Welt und lieben die Herausforderung. Können sie haben. Eine Option ist es, an Hobbys anzuknüpfen. Sie spielt gerne Tennis – dann könnte auch ein Match über Ja und Nein entscheiden. Genauso gut funktionieren Mutproben. Fallschirmsprünge, Bungee Jumping und andere gewagte Unternehmung lassen nicht nur das Herz höher schlagen, sondern assoziieren mit der geforderten Überwindung auch das Wagnis für die Ehe. Da bekommt die Frage „Traust du dich?“ doch gleich viel mehr Pepp.

Die Frage formulieren

Historisch betrachtet, wird die Frage ja eigentlich zuerst dem Brautvater gestellt, nicht der Dame selbst. Er entscheidet, ob er seine Tochter übergibt. In der Patchwork-Generation scheitert es allerdings meisten schon an der Familienstruktur. Das hat allerdings auch eine Menge Vorteile. Der Antrag wird direkt an die Liebste gerichtet und überrascht sie mit einer Aufrichtigkeit, die ihr alleine gilt. Wer nun aber glaubt mit einem einfachen „Willst du mich heiraten?“-Satz davon zu kommen, dem sei geraten sich lieber etwas besser vorzubereiten. Zumindest ein paar persönliche Worte sollten bezeugen, wie wichtig sie ist. Manch einer tut sich ohnehin schon schwer, Gefühle verbal zu äußern. Ein Tipp dazu ist, sich zu fragen, wie es wohl ohne sie wäre, was sich verändert hat und was man sich von der gemeinsamen Zukunft erhofft. Es muss keine minutenlange Rede werden, zu viele Worte stumpfen den Augenblick eventuell sogar ab. Wenn Mann sich aber vor lauter Lampenfieber an gar keinen Laut mehr erinnern kann, so helfen kreative Requisiten hervorragend aus. Plakate an der Autobahn und Flugzeugschreiber fallen jedoch schon wieder in die Kategorie altmodsich. Jetzt wo wir doch übergroße LED-Leinwände und andere Medien haben. Auf youtube und ähnlichen Plattformen finden sich dazu spannende Ideen. Zum Beispiel eine einstudierte Tanzchoreografie aller Freunde und Verwandten, während sie der passenden Musik lauscht und am Ende ihren Zukünftigen vor sich hat. Statt sportlich kann die Frage auch köstlich serviert werden. Liebe geht schließlich durch den Magen. Torten lassen sich zum Beispiel individuell bedrucken, in Austern passt ein Verlobungsring perfekt hinein oder womöglich liegt ein feuriges Menü besser im Magen.

Wenn es öffentlich werden soll, dann müssen aber auch alle mitmachen. Mit ein bisschen Organisation lässt sich so ein außergewöhnlicher Antrag stellen. Ob als selbst gedrehter Kurzfilm direkt im Kino – vorher ist natürlich alles rechtzeitig mit den Betreibern zu klären – als Flashmob im Shopping-Center oder mit einem aufwendigen Aufmarsch, der einer Parade gleicht, wie zum Beispiel mit einem Autotorso die Frage auf einem großen Feld „parken“, während das Paar mit dem Helikopter rein zufällig darüber fliegt: Getreu dem Motto, je mehr desto lustiger, kann sie bei so einem Aufgebot gar nicht anders als Ja zu sagen...

Ja... nein... frag später nochmal

Auch bei einem Hochzeitsantrag gibt es das eine oder andere Tabu und natürlich geht es darum, dass die Liebste auf jeden Fall Ja sagt. Absolut schwierig, ja schon fast sittenwidrig, sind Fernanträge, bei denen sich das Paar nicht nah sein kann. Während man also gerade im Auto sitzt mal eben übers Radio die Liebste anzurufen, mag vielleicht als witzige Idee gemeint sein, raubt der Situation nun aber wirklich jede persönliche Atmosphäre. Auch wenn man sich der Antwort nicht wirklich sicher ist, weil man vielleicht noch gar nicht so lange zusammen ist oder die Beziehung gerade in einer Krise steckt, sollte man auf öffentliche Auftritte besser verzichten, denn sagt sie dann nein, wird’s echt peinlich. Ganz gemein wird es aber erst, wenn man ihr so richtig einen Schrecken einjagt, großspurig auf die Dachmauer klettert, ein paar einleitende Worte formuliert und sich plötzlich nicht mehr halten kann und herunterfällt. Während sie bestürzt zum Geländer sprintet, hält er aber schon, federnd auf einem Luftkissen gelandet, die Tafel mit der Frage empor. Das ist Herzrasen pur.

Joachim H. Böttcher  / pixelio.de